Bruce Weber im Interview
Die Welt am Sonntag hat mit Bruce Weber ein ein Interview geführt, das online verfügbar ist. Der Mode- und Werbefotograf stellt recht philosophische Überlegungen zu seinen Kameras an.
Die Welt am Sonntag hat mit Bruce Weber ein ein Interview geführt, das online verfügbar ist. Der Mode- und Werbefotograf stellt recht philosophische Überlegungen zu seinen Kameras an.
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claudia
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Labels: verbales
Ina hat mir neulich ihre in die Hand gedrückt zum eingewöhnen. Die Split-Cam. Die Dame kommt natürlich aus der Ecke der Lomografie. Und sie ist eine nette analoge Kamera, das Modell Plaste de Luxe, die man mit einem – gerne auch mal – Farbfilm bestückt und die es einerseits ermöglicht auf ein bereits belichtetes Foto zurück zu stellen, um es doppelt zu belichten. Darüber hinaus lässt sich der Sucher auch vertikal und horizontal hälftig oder ganz abdecken, so dass auf Wunsch nur ein Teil des Fotos belichtet werden kann (niedliches Feature, man kann den Sucher dann dementsprechend manuell anpassen). Fotografiert wird ohne Batterie, rein mechanisch – Split-Cam-Fotografie macht viel Spaß, weil sie die eigene Fotografie einem neuen Konzept zuführt.
So geht man entweder durch die Welt und fotografiert Hälften oder Viertel und setzt dem später ein passendes Pendant dazu auf die zweite Belichtung oder man startet ein Bloggerprojekt, wie es Anfang des Jahres die Chikatze tat und lässt die Split-Cam durch die Welt reisen, damit jeder teilnehmende Fotograf sein zweites Bild auf das von einem anderen bereits belichtete fotografiert und im Anschluss sein eigenes an den nächsten Fotografen in der Runde weiter reicht. Hier sind die Ergebnisse zu sehen aus der Runde von 12 Bloggern.
Ich knipse jetzt noch meinen Film voll, dann werden Ina und ich das Projekt in Berlin lancieren. Freiwillige vor.
Übrigens ist der Spaß nicht nur den analogen Fotografen vorbehalten, die Pentax K7 kann nämlich auch doppelt – bis zu neun Mal – belichten, wie Ned Bunnell hier sehr schön präsentiert – das ist eines ihrer klitzekleinen Features mit dem ich viel Spaß haben werde! Das gibt der eigenen Fotografie einen völlig neuen Drive!
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claudia
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Labels: spassaufnahme
französischer Fotograf, heute in Cairo lebend. Einer der Sorte, beim Betrachten seiner Porträtaufnahmen man sehr froh ist, dass hier jemand seiner Berufung folgt. „Ägypten, meine Liebe“ entführt Denis Dailleux uns in eine andere Welt. Sehenswert scheint mir jedes Bild von ihm, mit viel Liebe fotografiert: seine Tante Juliette– Fotos, die man länger mit durch sein Leben trägt.
© Denis Dailleux
via Charming Quark
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claudia
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Labels: fremd gesehen
Da sich die vier Testwochen mit der Pentax K7 nun dem Ende neigen und Pentax die Testkameras und Vorserienmodelle wirklich und ernsthaft wieder haben will, was sich, soweit ich die Meinungen überblicke, nicht wirklich mit dem Wunsch der Tester deckt, hier im Folgenden einige Links zu den speziellen Meinungen der anderen Kameraprüflingen, die wie ich das Vergnügen hatten mit ihr zu fotografieren und teilweise deutlich technischer getestet haben als ich, die ich gefühlt „nur“ fotografiert habe. Die Testberichte sind spannend individuell, man sieht sehr deutlich, was zehn Fotografen für sehr unterschiedliche Voraussetzungen an ihre Kamera stellen. Schon alleine für diesen Lesespaß, danke an Pentax für die Aktion!
Zuseher* hat sich über den Autofokus Gedanken gemacht und sich schon einmal dem legendären Thema „Schnittbildscheibe“ bei der neuen Pentax genähert. Fotos sind bei ihm in den Links zu Hauf zu finden.
Inline-Igel nenne ich nun den Rausch-Papst, Pentax hatte uns in der Mitte der Zeit die finale Firmware zukommen lassen, die im Vergleich zu der mit ihr zuerst gelieferten 0.00er Version erstaunliche Ergebnisse zu Tage brachte. Rauschen? Nun, dann seht Euch die ISO1600-Fotos an. Wenn es auch immer Menschen geben wird, denen das immer noch nicht gut genug ist, ich finde so eine Qualität, vor allem im Vergleich zu den früheren Modellen, sensationell.
Die Pentax K7 hat unter anderem als eines ihrer vielen kleinen netten (brauchbaren) Gimmicks eine Verzeichnungskorrektur (man mag ihr bitte nachsehen, das diese nur bei den digital optimierten Objektiven funktioniert). Das heißt, sie kann bei z. B. weitwinkligen Objektiven, die eine recht ausgeprägte Verzeichnung den Fotos als persönliches Merkmal aufdrücken, automatisch korrigierend eingreifen. Sie beschneidet die Fotos zwar zwangsläufig, etwas, was man aber als Fotograf vorab einkalkulieren wird, denn man kennt ja seine abbildenden Früchten. Kafenio hat seinen Test mit dem Pentax DA 14 2.8 online gestellt. Er hat in seinem Blog übrigens auch sein persönlichen Schwachpunkte an der Kamera zur Sprache gebracht, wir sind halt alles Individualisten. Und er hat sich in die Videofunktion so verliebt wie ich, nur wo sind die Filme? Na gut, dafür seine internationale Linksammlung zur Pentax K7 – und er ist wohl der Erste mit einem Fazit zu seinem Test.
Falconeye hat sich intensiv mit der Auflösekompetenz der K7 im Vergleich zum Vorgänger K20D beschäftigt. Ja, er bloggt in englisch - die Bilder sprechen für sich. Das umfangreiche Test-Tagebuch von tzcobretti ist auf seiner Homepage zu finden.
Der Österreicher, proteus1625, in unserer glücklichen Testerrunde ist mit seiner Test-K7 ab in die Grube, Druck testen. Er hat die HDR-Funktion ausprobiert und darüber geschrieben (die ich völlig links liegen gelassen habe.)
Jim hat sich dankenswerterweise an die, nennen wir sie liebevoll „Spielfilter“ gemacht. Tatsächlich kann man die Fotos schon in der Kamera recht gut für einen Druck direkt aus der Kamera heraus bearbeiten, sei es, ob man den Bereich eines Fotos freistellen will oder Linien begradigen, die Oma etwas dünner zeichnen als sie in Realität ist und im Nachhinein dem Foto etwas mehr Farbe oder Schärfe geben. Das SchnickSchnack-Programm der Pentax K7 ist da recht umfangreich geworden. Ich bin ehrlich, ich habe dafür Rechner und Software – aber das mag die Erklärung sein, warum wir in zehn Jahren Kameras mit einem 13"-Display mit uns herum tragen werden und der Sucher bei DSLRs weggefallen sein wird, denn uns dann zehn Jahre später das Marketing als Novum wieder teuer verkaufen wird, egal … Jim ist soooooo eine verdammt coole Socke auf dem Rad! Der Film zeigt, dass die K7 das Zeug dazu hat, Pentax-Fotografen auf ein völlig neues Kreativitätslevel zu bringen.
Natürlich gibt es und gab es im Blog von Ned Bunnell immer wieder Lesens- und Sehenswertes zur neuen Pentax, hier auch auf englisch.
Und last but not least, wurden im DFN-Forum viele, viele Fragen zur Pentax K7 gestellt und viele, viele davon von den Testern beantwortet. Schaut selbst, vielleicht sind Eure relevanten Fragen darunter. Video-Samples der Tester können hier betrachtet werden.
Mein Fazit wird in den nächsten Tagen folgen und noch habe ich genügend Material auf dem Rechner, das ich noch gar nicht gepostet habe.
(*Forumsnamen der Testkollegen)
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claudia
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Das Kit-Objektiv, das neue noch wasserdichtere, hat uns Pentax mit der Pentax K7-Testkamera geschickt. Wenn ich ehrlich bin, habe ich es nach diesem einen Test von der Kamera genommen und meine anderen Objektive in Einsatz gehabt. Neulich unterhielt ich mich mit einem Forumskumpan in stiller Zweisamkeit im Forumshintergrund und wir kamen auf das Kit-Objektiv zu sprechen. In der Folge habe ich mir vorgenommen, es wenigstens einen Tag mal im Einsatz zu haben – ich stehe nämlich ehrlich gesagt auf „billige“ Linsen, die ihre Dienste ordentlich verrichten, und habe null Probleme damit den Objektivparkprotzern (zu der ich leider mittlerweile allerdings selber mutiert bin), mal verbal elegant die Kante zu geben. Ergo ließ ich heute das Rad stehen und lief zu Fuß die ca. 2 Kilometer zur Bank und neuen Tempelhofer Einkaufshölle und knipste zwischendurch Wiese, Farben und was mir sonst vor die Linse kam.
Das Objektiv selber ist klein, sehr leicht – im Grunde ein ideales Urlaubszoom für den Einstieg. Mit einem Crop-Faktor von 1.5 dürfte die Brennweite bei ca. 28-82 liegen, und so würde ich die 18 mm auch nicht mehr wirklich echtes Weitwinkel nennen wollen, wie Pentax es macht. Also wer nach USA fliegt und Hochhäuser im ganzen Format fotografieren möchte, dem sei dann doch noch ein weiterer Einkauf ans Herz gelegt. Der Abbildungsmaßstab ist 1:3, das ist nicht echtes Macro aber wenn man sich die Blütenfotos gleich anguckt, eben doch nahe dran. Ich finde keine Angaben über den Nahstellbereich; kann aber nach heute sagen: sehr nah! (Für Menschen wie mich, die gerne Blumepollen auf der Linse haben, ist das sehr wichtig!)
Man kann eine Menge mit der Linse anstellen und wenn das Budget noch knapp ist, kann jeder damit absolut zufrieden sein, wenn er will – vor allem bei gutem Licht. Ich war und bin übrigens mit meinem Kit-Objektiv der ersten Generation sehr glücklich und obwohl ich inzwischen gut aufgerüstet habe, ich gäbe das nie her! Ich habe auch nie verstanden, warum das so manche „Pentax-Forums-Fotografen“ das so gerne in Grund und Boden schreiben wollten: es ist ein Zoom und bringt die dementsprechenden Schwächen mit, es hat seine Lichtstärke sehr deutlich formuliert und damit logischerweise auch seine Lichtschwächen – aber das ist ja etwas, was die Kameras zunehmend mit ihrer Technik ganz gut kompensieren können – bis zu einem bestimmten Maß natürlich nur. Das Objektiv kostet nicht die Welt – dafür ist aber auch das WR hier sein Geld allemal wert, wenn nicht mehr. Nun ist diese Optik tatsächlich im Einzelpreis etwas teurer als die früheren Kit-Objektive von Pentax, weil es wassserdicht ist – gut, wir können mit dem Schnuckelchen also auch duschen gehen. Wobei, warum soll eine Mutter nicht tolle Fotos von ihren Knirpsen im Planschbecken machen wollen? Jedenfalls schließt sich da der Kreis zur K7, sie vertragen es beide nass. Mit dem Objektiv zusammen hat man ein gebündeltes kompetentes Pärchen an Technik in der Hand, das man Kilometer weit tragen kann ohne, dass einem der Arm lang wird dabei.
Was mich heute bei den Schnellschüssen (sie sind alle aus der freien Hand und es war hier heute in Berlin unglaublich windig bis stürmig (also Hut ab vor dem neuen Autofokus!) bei ISO 100, Blende 8 (bis auf ganz wenige bei Blende 11), Antishake an, JPEG ****, Modus: leuchtend gemacht) fasziniert hat, Pentax hat es erstmals geschafft für mein Empfinden eine Kamera-Optik-Kombination zu basteln, bei der nun nicht mehr Geld- und Rottöne völlig absaufen! Ich stehe da mit dem 2.8 16-50 so etwas von auf Kriegsfuß … und wenn ich mir überlege, was ich dafür an Geld ausgegeben habe, ach nee, das überlege ich mal besser nicht – sonst bekomme ich noch schlechte Laune Womit wir zwangsläufig (16-50er-Besitzer verstehen mich) beim Bokeh wären: tadellos beim Kit-Objektiv. Erstaunlich ist übrigens, wie abgestimmt die Fotos unter der Einstellung aus der Kamera kommen – ich habe vielleicht bei zwei Fotos minimal die Tonwertkorrektur genutzt. Das ist ziemlich nah am perfekten Foto, Pentax – alles Achtung!
Naja, was soll das mit den langen Worten: hier ein paar Aufnahmen, bei Klick auf's Bild werden sie größer, wenn auch nicht Originalgroß. Sollte jemand eines davon im Original laden wollen, bitte Bescheid geben.



















Kurz: jeder der mir demnächst in einem der Foren erklären will, man könne mit diesem Objektiv keine ordentlichen Fotos machen und überhaupt und so, der darf sich auf ein fröhliches Gegenfeuer gefasst machen!
Mein Zwischenfazit bis jetzt mit Kamera und Objektiv: Außer der Tatsache, dass irgendein Produktdesigner-und Softwarefrickler-, aber keine-Ahnung-vom-Fotografieren-Team die Auswahl für das Setzen des Spot-Punktes auf einen Doppelklick gelegt hat und weg von der rechten Wippe, dafür dort die dämlichen Farbmodi gelegt haben, wofür ich die jedes Mal, wenn ich die Kamera in die Hand nehme und das tue ich zu- und ausnehmend gerne – mit ‘nem nassen Waschlappen erschlagen möchte, wüsste ich keinen ernstzunehmenden Grund (sic!), warum ich Pentax die Testkamera zurück geben sollte oder wollte. Aber was die Umbelegung der Wippe anbelangt: WAS haben die sich dabei gedacht, eine 08/15-Funktion so zu positionieren und eine Funktion, die jeder Fotograf, der nicht nur ablichtet sondern Fotos komponiert, wirklich ständig benutzt in der Hierarchieebene dahinter zu legen? Ihr seid solche Deppen! Ich habe deswegen richtigen Hass inside! Ehrlich. Wie kann man so konträr zur fotografischen Praxis programmieren und produktdesignen?
Aber das Objektiv kann man kaufen!
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claudia
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Ein erster subjektiver Bericht nach drei Tagen mit der Pentax K7 in denen ich leider deutlich weniger zum Fotografieren gekommen bin, als ich es mir gewünscht hätte.
Meine persönliche Historie vorne weg: Ich habe die letzten Jahre ausschließlich mit der Pentax istDs fotografiert. Sie ist eine Kamera mit der ich bis heute sehr zufrieden bin, die gut in meiner Hand liegt, natürlich kann man bei ihr über zu wenig (immerhin 6 Mio) Megapixel stöhnen (ich belichte meine Aufnahmen nur sehr selten auf 3,90x2,60 m aus, das habe ich mir schon aus Kostengründen gekniffen), einen zu langsamen Autofokus bemängeln (wenn ich wollte, habe ich sehr gute Freestyle-Frisbee-Aufnahmen auch mit einem „langsamen“ Tamron 28-320 DI gemacht. Fotografen haben früher ohne Autofokus sehr gute Sportfotografien hinbekommen, man darf sich ruhig auch mal als FotografIn entwicklen (und bewegen).) Alleine Antishake hätte ich gerne an der istDs gehabt. Aus privaten gesundheitlichen Gründen. Und natürlich möchte man nach vier Jahren in denen sich im DSLR-Bereich viele sinnvolle (und ungefähr genauso viele weniger wirklich sinnvolle) Neuerungen ergeben haben, mit diesen irgendwann einen Schritt weiter gehen.
Diese Entscheidung stand bei mir an und ich habe mit einer Kaufentscheidung gewartet bis die ersten Informationen zur K7 rauskamen. Ohne Zweifel eine sehr attraktive Kamera, dennoch habe ich mich entschieden, mir zunächst die Pentax K20D zu kaufen und für die Preisdifferenz zur neuen K7 mir ein lichtstärkeres Objektiv anzuschaffen. Unternehmerischer finanzieller Pragmatismus. Mehr nicht. Das einzige Argument, was für mich immer gegen die K20D gesprochen hatte, war ihre Größe. Das kleinere Gehäuse auf den ersten Blick – ohne sie zu diesem Zeitpunkt – in der Hand gehabt zu haben, sprach natürlich für die K7. Aber da ich wiederum – momentan – kein wirklich hohes Interesse an einer Filmfunktion, ergo Liveview an einer Spiegelreflexkamera habe (primär will ich nun mal fotografieren) und jeder Autofokus für mich nach der istDs schneller ist, waren auch hier die angekündigten Neuerungen und Verbesserungen gegenüber der K20D zum jetzigen Zeitpunkt keine allzu relevanten Argumente für mich.
Also habe ich eingekauft, ich brauche eine zweite Kamera kommende Woche für einen Job und habe ziemlich unverhofft auch letzte Woche das Paket mit der Testkamera von Pentax erhalten. So sitze ich hier jetzt also mit zwei – für mich – nagelneuen Kameras, als auch den beiden Pentax DA* 2.8er SDM-Zooms, die sowieso alles schneller machen, was vorher bei mir Standard war. Ob sie auch alles „schneller und schärfer“ machen, das sei noch dahin gestellt. (Ganz ehrlich schreie ich hier gerade nicht „hip hip hurra!“, will aber erst mal meine eigene Inkompetenz ausschließen bevor ich mich verhalten bis negativ äußere.) Demzufolge kann ich aus logischen Gründen keine Vergleichsäußerungen treffen, inwieweit der eine Autofokus schneller, schöner, bunter, weiter schießt. Ich kann nur einen Umstieg von einer istDs auf eine K7 beschreiben und nachvollziehen und natürlich gibt es hier einen fühlbaren Unterschied – den kleineren Schritt von der K20D zur K7 müssen andere vergleichen.
Ich habe die Pentax K7 ausgepackt, in die Hand genommen und sie war es! Diese Kamera legt sich einem in die Hand als hätte sie nur darauf gewartet. Die Knöpfe sind im Vergleich zu Pentax K20D neu angeordnet. Wie ich finde, deutlich klüger und ergonomischer. Die Knöpfe sind momentan der Hauptgrund, warum ich mich in die K20D nicht Hals über Kopf verliebe. Ich muss gucken und überlegen, wo ich was finde – was natürlich auch mit an der für mich logischen Umstellung von zwei Rädern für Zeit- und Blendenwahl liegt, die istDs hatte da bekanntlich nur eines. Mir ist sehr bewusst, dass ich mir da auch selber im Weg stehe. Der Unterschied vom kompletten Metallchassis der Pentax K7, das sie nun noch wasserdichter und robuster gegenüber der Pentax K20D macht, ist da – aber ehrlich gesagt nicht so fühlbar. Ich wüsste nicht an welchem Punkt, welcher Stelle ich da nicht jederzeit der K20D vertrauen würde. Die Kamera indes finde ich optisch absolut attraktiv, kein Bubbledesign, klare Linien. Das mag einer altmodisch nennen, ich finde es schick und zeitgemäß. Diesen „in der Hand haben und nicht mehr los lassen wollen“-Effekt haben bis jetzt fast alle beschrieben, denen ich die Kamera in die Hand gedrückt habe.
Auch die Software ist völlig neu strukturiert, ich empfinde den Umbau anwenderfreundlich und logisch. Dazu sei gesagt, uns wurden die Kameras ohne Manual in die Hand gegeben. Mit etwas Ruhe hat man die wichtigen Punkte drauf, auch wenn die mitgelieferte Firmware Version 0.00 (!) gefühlt noch nicht ganz rund läuft. Pentax hat uns hier aber die neueste Version in ca. zehn Tagen angekündigt, die auch der Kamera ein völlig anderes Rauschverhalten mit auf den Weg geben soll. Insofern kann man diesen Punkt zur Zeit getrost unkritisch sehen. Durch die neue Filmfunktion ist das Menü natürlich etwas umfangreicher geworden. Ich glaube fest daran, dass „neue“ Pentaxfotografen sich hier sehr schnell zu Hause fühlen werden, wir alten Pentax-Menü-Gewöhnten müssen uns umstellen, ganz klar. Aber ganz ehrlich, das ist nichts was nicht an einem ruhigen Nachmittag verinnerlicht werden kann. In der Summe fühle ich mich heute mit der Kamera aber wohler als mit der K20D – für mich ist das alles stimmiger.
Mich überzeugt der neue Vierwegregler; der ist jetzt viergeteilt und greift direkt auf die Funktionen Weißabgleich, Blitzmodus, Serienbildfunktion etc. zu. Das heißt der vorherige Druck auf die FN-Taste ist gestrichen, weil auch diese gestrichen wurde im Kameradesign. Saß rechts vorher in dem Menü die ISO-Einstellung, gibt es hierfür heute einen Knopf oberhalb des Anschalters, im Menü sind dafür die Filterfunktionen eingezogen – jut, wer es braucht. Aber diese Lösung und Anordnung finde ich absolut optimal und intuitiv. Wer eine Weile mit der Kamera fotografiert hat, der nimmt das Auge vermutlich nicht mehr vom Sucher, um hier Einstellung vorzunehmen.
Diese neue Lösung – so gut ich sie einerseits finde – bringt aber wiederum für mich den größten Minuspunkt der Pentax K7 mit – und ich sage ganz deutlich, das wäre auch das Hauptargument für mich gegen einen Kauf: ich fotografiere immer in SEL und verstelle den Spot im Sucher, ich fotografiere nur so. Das ist für mich die erste Einstellung, die ich an einer Kamera an Funktion einstelle. SEL und dann im Vierwegregler die Richtung bestimmen. So landet man aber jetzt eben im Filter-Modus. Will ich indes den Spot verstellen, muss ich immer zuerst die ok-Taste drücken. An dem Punkt muss ich sagen, haben die Pentax-Leute nicht um die Ecke gedacht – weil professionellere Fotografen eben auf diesen Gesichtserkennungs-, Black&White-Modus-Kram pfeifen, dafür fotogafieren sie in RAW und regeln den Rest in der Dunkelkammer auf ihrem Rechner. In dem Punkt als ist die Verbesserung eine Verschlimmbesserung und für mich nicht akzeptabel.
Das Modusrad hat jetzt einen Verstellschutz bekommen, man muss einen Knopf drücken bevor man das Rad verstellen kann. Als wir gestern darüber diskutierten, gab es diesbezüglich alle Auffassungen von „nicht notwendig, nervig da jetzt einen zusätzlichen Knopf zu drücken“ bis „doch, ist mir schon mal passiert, dass sich das Rad verstellt hat, finde ich daher gut.“ Das sich das Rad generell schwieriger drehen lässt als das der K20D, ist es für mich ein verzichtbares Gimmick.
Livewiew wird mit einem Knopfdruck im Gehäuse angeschaltet. Für mich im Fotografiermodus keine Option, ich liebe den Sucher. Sinnvoll ist sie natürlich absolut, wenn gefilmt wird. Aber solange geht sie bei mir schlafen.
Ganz schlimme Design-Inkompetenz: die neue Trageriemenhalterung, nicht mehr im Gehäuse eingefasst, sondern kleine silberne Aufhängungen mit Filzlappen gegen das Klappern geschützt. Gut, mag sein, dass Pentax hierfür noch den Super-Duper-Trageriemen ausliefert, der der ganzen Sache eine sinnvolle und schicke Lösung angedeihen lässt. Im Moment aber habe ich Elemente an einer Kamera, die im Zweifelsfall klappern – und das als Neuerung an einer Kamera, die erstmals mit Videofunktion und somit einem zudem noch sehr guten Mikrofon daher kommt. Entschuldigung?! Darüber hinaus muss man jetzt Bänder durch drei Laschen ziehen, mir war schon das Gefummel mit nur einer, die Variante eine zu viel. Insofern vergebe ich für die Aufhängung jetzt erst mal Null von 100 möglichen Punkten. Schön dagegen die Öffnung vom SD-Kartenfach, einfach mit Daumendruck nach vorne schieben: offen. Macht einen sehr stabilen in sich ruhenden Eindruck, ich bin überhaupt keine Freundin der „den Nippel durch die Lasche ziehen-Variante der K20D.
Soviel von mir für heute und die nächsten Tage. In denen ich aber die K7 intensiver testen kann als in den vergangenen Tagen – und darauf freue ich mich sehr! Ich bin übrigens sehr, sehr angetan von der Videofunktion, hohes Spaßpotential und sie wird wohl den einen oder anderen Fotografen auf völlig neue kreative Wege geleiten. Es gibt aus jetziger Sicht sehr gute Gründe für den Kauf einer Pentax K7, finde ich ganz ehrlich, die Videofunktion und wie sie gelöst ist gehört unbedingt dazu (und ich bin eigentlich keine Filmerin) aber noch ärgere ich mich nicht über meine Kaufentscheidung für die K20D. Noch hat nichts richtig weh getan! Mal gucken …
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claudia
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Nein, dies ist bitte kein Objektivtest. Es sind nur erste Pentax K7-Fotos. Natürlich darf man aber gerne zur Kenntnis nehmen, dass das Pentax 18-55 WR-Kitobjektiv sehr wohl völlig passable Fotos macht. JPEG höchste Stufe, ISO 400, Wackeldackel an, Tonwertkorrektur in PS.
Foto oben: DA 18-55 3.5-5.6 WR Kitobjektiv
Foto unten: DA 35 2.8 Macro Limited

(Bei Click auf das jeweilige Foto gibt es sie in größer.)







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claudia
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